Mir gefällt die Vision insgesamt wirklich sehr gut! Vor allem die möglichen Radwege auf den alten Bahntrassen und die Grüne Hohenzollernbrücke.

Bei den Tunneln bin ich etwas skeptisch, ob die so gebaut werden können. Theoretisch möglich wäre es auf jeden Fall.

Ein großer Kritikpunkt ist aber der Standort des neuen Hauptbahnhofs: Während der Standort für den Fernverkehr und Regionalverkehr wohl ganz gut funktionieren würde, ist er für den ÖPNV eher ungünstig: Nur die Linie 1 würde dort halten, das ist zu wenig.

Und was ist mit den bestehenden S-Bahn Linien? eine Umleitung zum neuen Hbf würde die Fahrzeiten viel zu stark verlängern.

Warum nicht Messe/Deutz als neuen Hbf ausbauen? Ob oberirdisch oder im Tunnel – Hier gibt es bereits eine sehr gute Anbindung an die S-Bahn, die Stadtbahn und den Regionalverkehr. Auch die Kölnmesse fordert immer wieder den Ausbau des Bahnhofs, und auch die Lanxess Arena und die Hauptverwaltung der Stadt liegen hier.

In Deutz soll ja sowieso ein unterirdischer Bahnhof für den S-Bahn und Regionalverkehr entstehen. Den müsste man nur größer bauen, mit zusätzlichen Bahnsteigen für den Fernverkehr. Auch hiermit könnte der meiste Fernverkehr rechtsrheinisch bleiben.

Und dass ein innenstadtnaher Bahnhof attraktiver ist, insbesondere in Konkurrenz zum Flugzeug, ist ja klar.

Messe/Deutz kombiniert die Vorteile von Kalk mit den Vorteilen des alten Hbfs.

Es wäre also sehr sinnvoll, in der Machbarkeitsstudie neben dem Standort in Kalk auch den Standort Messe/Deutz für einen neuen Hbf zu prüfen!

Auch in einer früheren Version der neuen Mitte Köln war doch der neue Hbf in Deutz geplant, oder? Das habe ich mal gelesen.

1 Kommentar
  1. Thomas Müller
    Thomas Müller sagte:

    Guten Tag Birgit Meisner,

    wir danken Ihnen für Ihren Beitrag. Es ist richtig, dass Prof. Paul Böhm am Anfang seiner Konzeptidee zu neuen mitte köln und zur Verlagerung des Hauptbahnhofs auch die Standorte Mediapark und Deutzer Bahnhof als Optionen in Erwägung gezogen hatte. Im Rahmen der Initiative sind dann aber ein erfahrener Verkehrsplaner und ein DB-Experte zu uns gestoßen. In Abwägung der Effizienz, Kosten und Fernverkehrsverbindungen für einen neuen Fernverkehrsbahnhof stellte sich das Deutzer Feld als optimaler Standort heraus.
    Für diesen Standort haben Sie vollkommen Recht, dass die aktuelle ÖPNV-Anbindung keineswegs ausreichend würde. Es wären natürlich weitere Anbindungen notwendig. Das steht außer Frage. Die neue mitte köln möchte diese und andere Fragen in einer Machbarkeitsstudie prüfen. Denn das Ziel muss sein, grundsätzlich Transfer- und Reisezeiten zu verringern. Dazu gehören auch die Anbindungen an den ÖPNV. Die Machbarkeitsstudie prüft die Standortfrage des Bahnhofs ergebnisoffen. Folglich wird auch der Deutzer Bahnhof geprüft. Also wir freuen uns, wenn Sie unsere Petition unterstützen.

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