Am 10. September 2026 hat die Neue Mitte Köln gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Planung und Stadtgesellschaft über die langfristige Zukunft Kölns diskutiert. Im Mittelpunkt standen der aktuelle Stand der Studie, die Ergebnisse einer qualitativen Bürgerbefragung sowie die Frage, wie es nach Abschluss der laufenden Untersuchung weitergehen kann.
Die Grundidee der Neuen Mitte Köln ist, einen Teil des Fernverkehrs künftig über einen neuen Fernbahnhof in Köln-Kalk zu führen. Dadurch könnten Hauptbahnhof, Deutz und die Hohenzollernbrücke langfristig entlastet und neue Flächen für Wohnen, Grünräume und neue Verbindungen zwischen den Stadtteilen geschaffen werden.
Erstmals vorgestellt wurden auch Ergebnisse einer Bürgerstudie des rheingold instituts. Sie zeigen, dass viele Kölnerinnen und Kölner grundsätzlich offen für eine große, langfristige Vision sind – zugleich aber wissen möchten, wie ein solcher Prozess Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Besonders positiv aufgenommen wurde die Vorstellung, heute von Gleisen belegte Flächen künftig als grüne Wege für Fußgänger und Radfahrer zu nutzen.
Nathanael Liminski, Minister und Chef der Staatskanzlei NRW, hob in seiner Rede die Bedeutung funktionierender Infrastruktur für Wirtschaft, Gesellschaft und demokratisches Vertrauen hervor. Zugleich begrüßte er ausdrücklich, dass mit der Neuen Mitte Köln eine bürgerschaftliche Initiative eine optimistische Zukunftsperspektive für die Stadt entwickelt.
Einen Blick auf die nächsten Schritte gab Prof. Bernd Scholl, Mitglied des Begleitgremiums. Nach Abschluss der laufenden Studie könnte eine vertiefende Machbarkeitsstudie folgen, die gemeinsam mit Bund und Land auf den Weg gebracht werden müsste. Parallel dazu stellt sich die Frage nach einer dauerhaften Trägerstruktur, die einen solchen Prozess langfristig begleiten kann.
Die Neue Mitte Köln versteht sich dabei weiterhin nicht als fertiger Masterplan, sondern als Einladung, Köln über den Horizont heutiger Planungen hinaus zu denken.